Auf dem Areal des ehemaligen Flockenwerks in Ochsenfurt ist mit dem Hotel Meintz ein Neubau entstanden, der Übernachtung, Tagung und Veranstaltung an einem historisch geprägten Ort zusammenführt. Das Grundstück gehört zu einem früheren Speicher- und Lagergebäude an der stillgelegten Mainländebahn. Auf diesem Areal verbindet das Projekt einen Hotelneubau und eine Veranstaltungshalle mit dem bestehenden Restaurant Flockenwerk. Der Glaseinsatz spielt dabei eine zentrale Rolle – sowohl in der Fassade als auch im Inneren des Gebäudes.

Das Projekt

Der Neubau umfasst ein Hotel mit 45 Doppelzimmern sowie eine zugehörige Veranstaltungshalle. Zum Raumprogramm gehören neben den Zimmern eine Lobby und ein Frühstücksraum, ein Wellnessbereich mit Sauna und Ruheraum, ein Fitnessraum sowie flexibel nutzbare Tagungsräume. Das bestehende Restaurant Flockenwerk ergänzt das gastronomische Angebot am Standort.

Charakteristisch für das Vorhaben ist die Nachnutzung eines historischen Industriestandorts für Hospitality-Zwecke. Aus dem ehemaligen Speicher- und Lagergebäude an der stillgelegten Mainländebahn wird so ein Ort für Aufenthalt, Begegnung und Veranstaltungen – eine Bauaufgabe, bei der Belichtung, sommerlicher Wärmeschutz und Privatsphäre gleichermaßen bedacht werden mussten. Die Verbindung aus Bestand und Neubau prägt das Ensemble: Das vorhandene Restaurant bleibt erhalten, während Hotel und Veranstaltungshalle als neue Bausteine hinzukommen.

Glas in der Fassade

Die Außenhülle ist als Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt und sorgt für lichtdurchflutete Innenräume. Damit die Räume bei sommerlichen Außentemperaturen angenehm temperiert bleiben, kommt eine Sonnenschutz-Dreifachverglasung zum Einsatz. Diese Kombination verbindet eine großzügige Tageslichtnutzung über die transparente Fassade mit dem Anspruch, den Energieeintrag durch Sonneneinstrahlung zu begrenzen.

Gerade bei Hotel- und Veranstaltungsnutzungen ist dieses Zusammenspiel relevant: Großflächige Verglasungen schaffen offene, helle Räume, erfordern aber zugleich einen abgestimmten sommerlichen Wärmeschutz, damit der Innenraumkomfort erhalten bleibt. Welche Verglasung an welcher Stelle sinnvoll ist, hängt von Orientierung, Nutzung und den jeweiligen Anforderungen ab. Bei einer Pfosten-Riegel-Konstruktion müssen Tragwerk, Glasaufbau und Anschlüsse zudem aufeinander abgestimmt werden, damit die transparente Hülle dauerhaft funktioniert. Eine Übersicht zu den Grundlagen bietet die Seite zur Verglasung.

Glas im Innenraum

Auch innerhalb des Gebäudes übernimmt Glas gestalterische und funktionale Aufgaben. In den Studios trennen blickdichte Glastrennwände das Schlafzimmer vom Badezimmer. So lassen sich die Bereiche räumlich gliedern, ohne den Eindruck enger, abgeschlossener Kammern entstehen zu lassen.

Im Duschbereich kommen aufgesetzte Glasscheiben zum Einsatz, die Licht in die dahinterliegenden Zonen weiterleiten. Im Wellness- und Fitnessbereich gliedern Glasfronten die Räume. Diese Lösungen zeigen, wie sich mit unterschiedlichen Glasaufbauten Tageslicht weiterführen und zugleich Sichtschutz herstellen lässt. Weitere Anwendungsbeispiele für raumtrennende Verglasungen finden sich auf der Seite zu Glastrennwänden.

Beteiligte am Projekt

An der Umsetzung waren mehrere Unternehmen aus der Region beteiligt:

  • Bauherr: Flockenwerk Immo GmbH & Co. KG, Würzburg
  • Architektur: HAAS + HAAS Architekt I Stadtplaner I Beratender Ingenieur PartGmbB
  • Pfosten-Riegel-Fassade: Uhl GmbH + Co. Stahl- und Metallbau KG, Würzburg
  • Fenster- und Verglasungsarbeiten: Fensterbau Zinnhobel OHG, Gerbrunn
  • Duschtrennwände: Sanitär Seubert, Rimpar

Das Zusammenspiel von Architektur, Stahl- und Metallbau sowie Fenster- und Sanitärbetrieben verdeutlicht, wie viele Gewerke bei einem durchgängigen Glaskonzept aufeinander abgestimmt werden müssen – von der Fassade bis zur Duschtrennwand.

Unsere Rolle

GlasLotsen begleitet Bauvorhaben als unabhängige Glasberatung und dokumentiert Projekte wie das Hotel Meintz als Referenz. Unser Anliegen ist es, herstellerneutral einzuordnen, welche Glaslösungen für eine Bauaufgabe geeignet sein können – sei es bei Fassaden, Verglasungen oder raumtrennenden Elementen. Wer ein eigenes Vorhaben plant oder eine fachliche Einschätzung benötigt, findet weitere Beispiele unter Referenzen.