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Verbundglas mit Metallgewebe – Wo Struktur auf Transparenz trifft

Technische Raffinesse trifft auf architektonische Ästhetik

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Metallgewebe und Glas – auf den ersten Blick scheinen das zwei Welten zu sein. Tatsächlich entsteht aus dieser Kombination eines der faszinierendsten Materialien im modernen Innenausbau und in der Fassadengestaltung. Durch ein spezielles Laminierverfahren wird das Metallgewebe dauerhaft zwischen zwei Glasscheiben eingebettet: Das Ergebnis ist ein Verbundglas, das die filigrane Struktur von Edelstahl- oder Aluminiumgeweben mit der klaren Eleganz von Glas vereint. Die markante Optik mit faszinierenden Lichtreflexionen macht dieses Material zu einem echten Blickfang – in Büros, Hotels, Museen und Wohnprojekten gleichermaßen.

Technischer Aufbau und Laminierverfahren

Das Herzstück von Verbundglas mit Metallgewebe ist das Laminierverfahren. Das Metallgewebe – gefertigt aus Edelstahl, Aluminium oder anderen Legierungen – wird zwischen zwei Glasscheiben gelegt und mit einer hochtransparenten Verbundfolie aus PVB (Polyvinylbutyral) oder EVA (Ethylenvinylacetat) dauerhaft verbunden. Unter Druck und Wärme im Autoklav entsteht so ein homogenes Bauteil, bei dem das Gewebe vollständig versiegelt und damit optimal gegen Korrosion und Oxidation geschützt ist.

Als Glasarten kommen je nach Anforderung floatgeschnittenes Glas, teilvorgespanntes Glas (TVG) oder Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) zum Einsatz. Die Wahl der Glasart bestimmt, ob das Endprodukt besondere Resttragfähigkeit, hohe Biegezugfestigkeit oder Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen soll. Auf Wunsch ist auch eine vollständige Randversiegelung möglich, die zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeitseintrag bietet.

Technische Spezifikatione

Gestalterische Möglichkeiten

Gewebetypen und Transparenz

Die Vielfalt der einsetzbaren Metallgewebe ist beachtlich. Feinmaschige Edelstahlgewebe erzeugen eine subtile, silbrig schimmernde Textur, die bei wechselnden Lichtverhältnissen unterschiedlich wirkt. Grobmaschige Geflechte setzen stärkere visuelle Akzente und ermöglichen höhere Transparenzgrade. Aluminium-Gewebe bringen wärmere, goldene Töne ins Spiel. Je nach Maschenweite und Drahtdurchmesser lassen sich Transparenzgrade von nahezu blickdicht bis hoch transparent realisieren.

Lichteffekte und Reflexionen

Was Verbundglas mit Metallgewebe von anderen Designgläsern unterscheidet, ist sein einzigartiges Lichtspiel. Das einlaminierte Gewebe reflektiert Licht aus verschiedenen Winkeln unterschiedlich – bei direkter Beleuchtung entstehen glänzende Reflexionen, bei diffusem Licht wirkt die Oberfläche matter und strukturierter. Diese Eigenschaft macht das Material besonders interessant für Projekte, bei denen Licht als Gestaltungselement eingesetzt wird.

Formate und Weiterverarbeitung

Nach dem Laminieren lässt sich Verbundglas mit Metallgewebe wie übliches Glas weiterverarbeiten: Kanten können poliert, satiniert oder gefast werden, Bohrungen und Ausschnitte sind realisierbar. Auch gebogene Formen sind auf Anfrage möglich. Das Laminat kann darüber hinaus als innere Scheibe eines Verbund-Isolierglases eingesetzt werden, um Wärmedämmung und Schallschutz zu verbessern.

Anwendungen in Architektur und Innenausbau

Verbundglas mit Metallgewebe ist ein vielseitiges Material, das sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann.

Im Innenbereich eignet es sich hervorragend als Raumteiler und Sichtschutzwand, als Möbelfronten und Dekorelemente sowie als Treppenstufen und begehbares Glas (bei entsprechender Ausführung). In Messe- und Ladenbau-Projekten sorgt es für hochwertige Präsentationsflächen mit industriellem Charme. Duschanlagen und Badezimmerabtrennungen profitieren von der pflegeleichten Glasoberfläche bei gleichzeitig dekorativem Metalleffekt.

Im Außenbereich überzeugt das Material als Fassadenelement und Brüstung, als Überkopfverglasung sowie als Sonnenschutzelement, da das Gewebe je nach Maschenweite einen natürlichen Blendschutz bietet. Die vollständige Versiegelung des Metallgewebes durch die Verbundfolie schützt dabei zuverlässig vor Witterungseinflüssen und Korrosion.

Typische Anwendungsbereiche im Überblick

Vorteile auf einen Blick

Korrosionsschutz: Das Metallgewebe ist dauerhaft durch die Verbundfolie versiegelt und damit optimal gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff und chemische Einflüsse geschützt. Eine Oxidation des Gewebes ist ausgeschlossen.

Designvielfalt: Verschiedene Gewebetypen, Maschenweiten und Transparenzgrade ermöglichen individuelle Lösungen für nahezu jeden Gestaltungsanspruch – von dezent und subtil bis markant und strukturiert.

Hohe Stabilität: Als Verbundglas erfüllt das Material alle statischen Anforderungen an Glasbauteile. Bei Bruch haften die Scherben an der Verbundfolie – das Glas bleibt in der Ebene und verhindert gefährliche Splitter (gemäß DIN EN 14449).

Glänzende Ästhetik: Das metallische Lichtspiel verleiht Räumen und Fassaden eine unverwechselbare Tiefe und Eleganz, die mit anderen Materialien kaum zu erreichen ist.

Pflegeleicht: Die glatte Glasoberfläche lässt sich wie normales Glas reinigen. Das Metallgewebe ist vollständig eingeschlossen und kommt mit Reinigungsmitteln nicht in Berührung.

Langlebigkeit: Durch die vollständige Versiegelung und die Verwendung hochwertiger Verbundfolien ist eine lange Nutzungsdauer ohne Qualitätsverlust gewährleistet.

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