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Wissenwertes

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Structural Glazing: Innovative Glastechnologie für moderne Fassadenkonstruktionen

Structural Glazing: Innovative Glastechnologie für moderne Fassadenkonstruktionen

Die moderne Architektur ist geprägt von dem Streben nach maximaler Transparenz und minimalistischen Fassadenlösungen. Structural Glazing, auch als Structural Sealant Glazing (SSG) bezeichnet, hat sich dabei als eine der innovativsten Technologien im konstruktiven Glasbau etabliert. Diese Bauweise ermöglicht es, großflächige Glasfassaden zu realisieren, bei denen das Glas nicht nur als raumabschließendes Element fungiert, sondern aktiv strukturelle Lasten übernimmt und somit integraler Bestandteil der Gebäudekonstruktion wird.


Bei Structural Glazing handelt es sich um geklebte, lastabtragende Glaskonstruktionen, die durch den Einsatz hochleistungsfähiger Silikonklebstoffe eine dauerhafte und tragfähige Verbindung zwischen Glas und Tragstruktur schaffen. Das charakteristische Merkmal dieser Technologie liegt in der nahezu rahmenlosen Optik, bei der lediglich schmale Silikonfugen zwischen den Isolierglasscheiben sichtbar bleiben. Diese Bauweise eröffnet Architekten völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten und ermöglicht die Realisierung von Ganzglasfassaden mit bisher unerreichter Transparenz und Eleganz.


Technische Grundlagen und Funktionsweise

Definition und Abgrenzung

Structural Glazing bezeichnet eine Fassadentechnik, bei der Glaselemente mittels struktureller Verklebung direkt…


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Adhäsionsglas: Klebetechnologien und Haftung in der modernen Glasverarbeitung

Adhäsionsglas: Klebetechnologien und Haftung in der modernen Glasverarbeitung

Die Verbindung von Glasflächen mit anderen Materialien ohne mechanische Befestigungen hat sich zu einem entscheidenden Faktor in der modernen Architektur und Industrie entwickelt. Adhäsionsglas - also Glas, das durch spezielle Klebetechnologien dauerhaft mit verschiedenen Werkstoffen verbunden wird - eröffnet Konstrukteuren völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.


Grundlagen der Glasadhäsion

Unter Adhäsion versteht man die Haftung zwischen zwei verschiedenen Materialoberflächen durch molekulare Anziehungskräfte. Bei Glas gestaltet sich dies aufgrund der glatten, chemisch inerten Oberfläche besonders anspruchsvoll. Die Glasoberfläche muss daher meist speziell vorbehandelt werden, um eine dauerhafte Verbindung zu gewährleisten.


Physikalische Grundlagen der Haftung

Die Haftfestigkeit zwischen Glas und Klebstoff entsteht durch verschiedene Mechanismen:


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Mikrostrukturierte Gläser für passives Energiemanagement – Architektur zwischen Physik, Materialinnovation

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Die Zukunft des energieeffizienten Bauens könnte deutlich transparenter sein, als viele heute erwarten. Denn was auf den ersten Blick wie gewöhnliches Glas erscheint, birgt in seiner mikroskopischen Oberfläche ein enormes Potenzial: Mikrostrukturierte Gläser, entwickelt für das passive Management von Licht und Wärme, gelten als stille Revolution im klimabewussten Gebäudedesign. Anders als elektroaktive Systeme oder bewegliche Beschattungselemente nutzen diese Gläser allein die Kraft der Geometrie – und schaffen es so, Licht und Energie auf intelligente Weise zu steuern.


Was sind mikrostrukturierte Gläser?


Mikrostrukturierte Gläser sind mit präzisen geometrischen Mustern versehen, die im Mikro- bis Nanometerbereich in oder auf der Glasoberfläche eingebracht sind. Diese Strukturen können refraktiv (brechend), diffraktiv (beugend) oder reflektiv wirken und ermöglichen dadurch eine gezielte Manipulation von Lichtstrahlen. Der technische Unterschied zu herkömmlichen Glasveredelungen liegt darin, dass nicht Materialien oder Beschichtungen die Funktion übernehmen, sondern die Feinstruktur der Oberfläche selbst.

Typische Strukturformen:

  • Mikroprismen: Dreieckige, lineare oder konische Strukturen, die Licht…


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Optoelektronisches Glas für interaktive Oberflächen

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Optoelektronisches Glas für interaktive Oberflächen

Was kaum jemand weiß: Dieses Glas kombiniert modernste LED-Technologie mit kapazitiven Touch-Oberflächen und transparenten Leitstrukturen – und verwandelt damit bislang passive Flächen in aktive, interaktive Medien. Optoelektronisches Glas ist eine der vielversprechendsten Entwicklungen im Bereich der intelligenten Architekturmaterialien. Es verbindet Ästhetik, Funktionalität und Technologie auf bisher unerreichte Weise und eröffnet Planern und Architekten neue gestalterische Freiheitsgrade – sowohl im Innen- als auch im Außenraum.


Technologie und Funktionsweise

Optoelektronisches Glas basiert auf komplexen Schichtsystemen, die in laminierten Verbundgläsern integriert sind. Diese bestehen typischerweise aus:

  • LED-Matrix-Elementen, die visuelle Informationen darstellen können – von minimalistischen Icons bis hin zu hochauflösenden Inhalten.


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